Der `DB AR1` für `American Roadster 1` ist weniger ein normales DB7-Derivat als eine sehr besondere Zagato-Auslegung für den US-Markt. Ohne klassisches Verdeck, mit den markanten Buckeln hinter den Sitzen und seiner Speedster-Idee ist er deutlich mehr Sammlerobjekt als Alltagscabrio. Gegenüber einem Mercedes-Benz SL zählt hier nicht Vielseitigkeit, sondern Exklusivität und Integrität des Gesamtobjekts.
Technisch steckt der `5.9 V12` mit `426 PS` und `Touchtronic` dahinter, also eher Grand Touring als reiner Radikalismus. Die eigentliche Herausforderung liegt aber nicht nur im Antrieb, sondern in den vielen spezifischen Karosserie-, Dichtungs- und Ausstattungsdetails, die den AR1 von einer normalen DB7 trennen. Genau dort entstehen bei unsauberer Historie die großen Fragen.
Ein gutes AR1-Exemplar muss thermisch stabil sein, weich schalten, trocken wirken und bei Karosserie und Innenraum stimmig bleiben. Schwache Autos erkennt man an müden Dichtungen, unsauberen Spaltmaßen, einer trägen `Touchtronic` oder einer Historie, die mehr Standzeit als Pflege zeigt. Bei diesem Modell zählt Nachvollziehbarkeit fast mehr als Laufleistung.