Der Nissan Patrol VI `Y62` Facelift `2014` behält die 2010er-Basis, wirkt aber moderner: überarbeitete Leuchten, bessere Ausstattung und je nach Markt mehr Nähe zum Infiniti `QX80`. Gegen Toyota Land Cruiser 200, Lexus LX und große Golfstaat-SUV bleibt er ein riesiger straßenorientierter `4x4`: komfortabel, kräftig und zugfähig, aber schwer zu bremsen und zu kühlen. Für Besitzer eines Patrol Y62 Facelift heißt Wartung deshalb nicht Luxus-SUV, sondern Gewicht, Hitze und Allradtechnik ernst nehmen. Reifen, Bremsen, Fahrwerk, Achsen, Verteilergetriebe, Klima und Motortemperatur arbeiten hart, besonders in Sand, Bergen oder heißer Autobahnfahrt.
Der zentrale Motor bleibt der `5.6 V8 VK56VD`, meist mit `7`-Gang-Automatik `RE7R01B`. Nissan-Patrol-Unterlagen und Infiniti-`QX80`-Pläne derselben technischen Familie zeigen klare Punkte: Öl und Filter bei jedem Service, regelmäßige Kühlungsprüfung, Iridium-Zündkerzen nach Zustand/Elektrodenabstand, Differentiale regelmäßig prüfen und Langzeit-Kühlmittel je nach Nissan-Plan erstmals um `150 000 km` oder `96 Monate` ersetzen. Gegenüber einem Pathfinder verlangt der Y62 mehr Aufmerksamkeit für Warmverhalten der Automatik, Antriebsvibrationen und Achsgeräusche, weil Drehmoment und Masse Verschleiß lange überdecken können.