Der Nissan GT-R `R35` Facelift `2010`, gebaut bis zur großen Überarbeitung `2016`, behält die Grundformel des ersten GT-R R35 bei und wird zugleich stärker, präziser und erwachsener. Basis bleiben `3.8 V6 Biturbo / VR38DETT`, `ATTESA E-TS` Allrad und das hinten sitzende `GR6 DCT`. Diese Phase wirkt weniger roh als die frühen Baujahre, bleibt aber ein schweres, heißes Supercar mit engen Toleranzen. Wartung muss deshalb Motor, Getriebe, Differentiale, Reifen und Bremsen gemeinsam betrachten, nicht als isolierte Einzelposten.
Das Handbuch `2012` betont, dass beide Zylinderbänke des `VR38DETT` gleichmäßig arbeiten müssen und von einem GT-R-zertifizierten Nissan-Betrieb geprüft werden sollen. Außerdem ist der Ölstand mindestens alle `1 800 miles` oder `3 000 km` zu kontrollieren, weil die thermische Last des Biturbo hoch ist. Bei Performance-Fahrt und Öltemperatur von `230-266 °F` (`110-130 °C`) sind Motoröl und Filter alle `3 000 miles` oder `5 000 km` fällig; darüber sofort. Zuverlässigkeitsquellen nennen weiterhin Trackday-Hitze, Kühlmittellecks, Wastegates, Ansaugablagerungen und Verschleiß bei harter Leistungssteigerung.