Der Nissan GT-R `R35` erschien `2007` und brach technisch mit den früheren Skyline-GT-R: handmontierter `3.8 V6 Biturbo / VR38DETT`, `ATTESA E-TS` Allrad, Transaxle-Layout und `GR6 DCT` Doppelkupplungsgetriebe. Die frühen Baujahre `2007-2010` sind enorm schnell, stehen aber auch für hohe thermische Last und ein empfindliches Zusammenspiel aus Getriebe, Reifen und Software. Bei einem frühen GT-R ist Wartung kein Nebenthema, sondern Teil der Leistung: Motoröl, Getriebeöl, Differentiale, Bremsen, Reifen und Temperaturen müssen passen, bevor sich das Auto spürbar verändert.
Der `VR38DETT` ist bei Serienleistung und sauberer Kühlung robust, doch Zuverlässigkeitsquellen nennen Trackday-Überhitzung, alternde Kühlmittellecks, Wastegate-Aktuatoren, Ansaugablagerungen sowie innere Verschleißrisiken bei harter Last oder Tuning. Nissan schreibt beim GT-R `2009` Motoröl und Filter alle `6 000 miles` oder `6 Monate` vor; für einen heißen Biturbo ist das ein sinnvoller Mindestwert. Das `GR6` braucht dieselbe Disziplin: Doppelkupplungsöl wird alle `12 000 miles` oder `12 Monate` geprüft und bei `18 000 miles` ersetzt, ebenso die Differentialöle.