Mit dem Facelift ab 2004 wirkt der `Multipla` deutlich normaler, verliert aber nicht seine eigentliche Stärke: sechs Sitze in zwei Reihen auf kurzer Länge. Genau dadurch bleibt er für Familien und Shuttle-Nutzung interessant. Gleichzeitig ist diese späte Phase oft sehr zweckorientiert genutzt worden, was Wartung und Motorwahl noch wichtiger macht als beim skurrilen Ur-Multipla.
Der `1.6 16V` ist für Stadt, kurze Wege und wenig Jahreslaufleistung die einfachere Wahl. Die `MultiJet`-Diesel passen nur dann, wenn sie wirklich Strecke sehen. Ein Opel Zafira ist die naheliegende Alternative, wirkt konventioneller, ist aber nicht automatisch billiger zu halten, wenn der technische Zustand beim Fiat stimmt.
Typisch problematisch ist der Kauf eines Diesel-Multipla, der nur noch Kurzstrecke fährt. Vor dem Kauf müssen Einspritzung, `DPF`, Vorderachse und Lüftung zusammen gelesen werden. Ein guter Facelift-Multipla bleibt alltagstauglich und erstaunlich praktisch. Ein schlechter zeigt dagegen schnell, dass der günstige Preis nur der Eintritt in einen Rückstellstau war.