Die 2015 eingefuehrte `488 GTB` ersetzt die `458 Italia` und eröffnet bei Ferrari mit dem `3,9-Liter`-Biturbo-`V8` `F154CB`, `670 PS`, Variable Torque Management und `SSC2` eine neue Phase. Gegenueber einer McLaren 570S verbindet sie fast Track-Car-Tempo mit erstaunlicher Strassentauglichkeit, verlangt aber eine deutlich strengere Kontrolle von Thermomanagement, `DCT` und Aerodynamik-Komponenten.
Diese Generation mag keine Autos, die nur stehen oder bloss für kurze Prestige-Fahrten bewegt werden. Trockensumpf-`V8`, zwei Twin-Scroll-Turbolader, `7-Gang`-`F1-DCT` und Brembo-Bremsen brauchen regelmaessige Wartung, idealerweise sauber im Ferrari-Programm mit Jahresservice oder `20.000-km`-Intervall dokumentiert. Zusaetzlich muss man prüfen, ob der Rückruf zum Kraftstoffdampfabscheider bei betroffenen Baujahren `2017` bis `2019` erledigt wurde.
Auf der Fahrt muss die `488 GTB` kalt wie warm klar und sauber bleiben, ohne Rangierbrutalitaet, ohne Kraftstoffgeruch und ohne unplausible Temperaturentwicklung nach mehreren Beschleunigungen. Unterboden, seitliche Lufteinlaesse, Ladeluftkuehler und der Zustand der Hinterreifen sind Pflichtpunkte. Eine `488`, die noch beeindruckt, aber auf diesen Grundlagen schon eine unklare Geschichte erzaehlt, wird schnell zur teuren Ferrari aus den falschen Gruenden.