Die `458 Spider` bleibt eine echte Fahr-Ferrari und kombiniert sie mit einem im Alltag überraschend schlüssigen Hardtop. Gegenüber einer offenen Audi R8 bietet sie mehr mechanisches Theater und ein expressiveres Chassis, verlangt dafür aber deutlich mehr Disziplin bei Getriebe, Dach und Verschleißteilen.
Wie so oft bei Ferrari ist ein schöner Kilometerstand keine Garantie. Eine `Spider` kann lange gestanden, nur langsam bewegt worden sein und trotzdem eine schwache Batterie, markierte Dichtungen, ein müdes Dach und ein `DCT` tragen, das nicht mehr so weich arbeitet wie es sollte. Dieses Modell verlangt eine echte Probefahrt, keine kurze Sonnenscheinrunde offen.
Stadt, Landstraße und Rangieren gehören ebenso dazu wie ein Dachtest vor und nach der Fahrt. Eine gute `458 Spider` muss geschlossen ruhig, beim Bremsen vibrationsfrei und ohne Karosserieknarzen wirken. Auf dieser Ferrari weist ein vernachlässigtes Detail oft auf weitere versteckte Kosten hin, weil das Gesamtpaket nur als Einheit funktioniert.