Der zweite Stratus wirkt moderner, ist als Gebrauchtwagen aber nicht automatisch die sicherere Wahl. Er kann fuer jemanden interessant sein, der auch einen alten Opel Insignia im Blick hat, verlangt aber eine strengere Pruefung von Motor und Getriebe. Genau hier trennt sich der brauchbare Alltagswagen vom billigen Problemfall.
Der 2.4 ist die klare Vernunftloesung. Der 2.7 V6 verlangt dagegen viel mehr Aufmerksamkeit bei Schmierung und Kuehlung, weil er lange Oelintervalle schlecht verzeiht. Auch die Automatik muss immer warm bewertet werden. Eine schlecht gepflegte Stratus II fuehlt sich oft nicht sofort tot an, sondern nur schwerfaellig, warm und insgesamt muede.
Vor dem Kauf muss man deshalb lang genug fahren, um Temperatur, Schaltverhalten, warmen Leerlauf und Vorderachse wirklich zu lesen. Sauber gewartete Autos sind noch nutzbar; Exemplare, die nur billig am Leben gehalten wurden, taugen meist eher als Teiletraeger. Auf dieser Phase gilt mehr denn je: lieber die einfache, ehrliche Konfiguration als die vermeintlich bessere Motorisierung mit Wartungsstau.