Die Xenia III W100 modernisiert das Konzept mit DNGA-Plattform, Frontantrieb und CVT für 1.3 und 1.5 spürbar. Sie bleibt ein einfacher, praktischer Familien-Van, wirkt in dieser Phase aber erstmals wie ein modernes Alltagsauto und nicht mehr nur wie ein günstiges Lasttier. Im Nutzungsprofil liegt sie damit näher an einem Dacia Jogger als an einem alten Low-Budget-MPV.
Entscheidend ist hier die Antriebseinheit. 1NR-VE und 2NR-VE sind bekannte Motoren, doch die CVT verlangt dokumentierte Ölwechsel, lineares Ansprechen und ein sauberes Verhalten im Kaltlauf. Fahrzeuge, die fast nur Kurzstrecke sehen, zeigen schneller eine verschmutzte Drosselklappe, Vibrationen in D mit laufender Klimaanlage und eine Vorderachse, die unter Beladung und zu hohem Reifendruck früh abbaut.
Eine gute W100 muss gleichmäßig hochdrehen, ohne Gummibandgefühl beschleunigen, sauber bremsen und über kleine Kanten ruhig bleiben. Mit glaubhafter Historie ist sie wahrscheinlich die homogenste Xenia überhaupt. Fehlen Belege zur CVT oder fühlt sich das Fahrwerk schon müde an, wird die moderne Technik dagegen schnell zum Kostenrisiko.