Die neunte `Impala` fuehrt die klassische Chevrolet-Idee der grossen, unkomplizierten Reiselimousine fort. Auf der modernisierten `W-body`-Basis bleibt sie breit, weich abgestimmt und klar auf entspanntes Kilometerfressen ausgelegt, nicht auf feine Fahrdynamik. Im Charakter steht sie eher neben einem Chrysler 300 als neben einer modernen europaeischen Limousine, auch wenn die Chevrolet als Fronttriebler deutlich konventioneller aufgebaut ist.
Je nach Baujahr und Markt ist die Motorenlage wichtiger, als die schlichte Optik vermuten laesst. Die `V6 3.5` und `3.9` sind die naheliegenden Alltagsmotoren, solange Kuehlung, Ansaugseite und Lagerung sauber geblieben sind. Spaete Fahrzeuge mit `3.6 SIDI` bringen spuerbar mehr Leistung, verlangen aber deutlich mehr Disziplin bei Oelwechseln und einen wachen Blick auf Kette und Verbrauch. Die seltene `SS` mit `5.3 LS4` ist reizvoll, wird mit `AFM`, Waermehaushalt und `4T65-E` aber schnell zur teureren Spezialitaet.