Das Facelift von `2012` machte aus der DB9 mehr als nur ein optisch erneuertes Modell. Technisch rückte sie näher an die `Virage`, bekam mehr Steifigkeit, ernsthaftere Bremsen und mit dem `AM11`-`V12` eine schärfer definierte Antriebseinheit. Damit wurde die DB9 erwachsener, ohne ihre klassische Eleganz zu verlieren. Gegenüber einer moderneren Porsche 911 steht sie noch klarer für den großen atmosphärischen GT-Gedanken.
Der `AM11` mit `517 PS` und die überarbeitete `Touchtronic` geben dieser Phase mehr innere Stimmigkeit als der frühen DB9. Das Auto wirkt gespannter, klarer und technisch ernster, ohne in die Härte oder Exklusivität einer `DBS` zu kippen. Genau deshalb ist diese Version für viele die vernünftigste Wahl, wenn der Sauger-`V12` im Mittelpunkt stehen soll.
Trotzdem bleibt der Kauf strikt sachlich. Verbrauchsmaterialien sind teuer, der `V12` verzeiht unregelmäßige Pflege schlecht und wenig bewegte Exemplare tragen dieselben Spuren wie viele jüngere Sammler-Aston: schwache Batterie, alte Reifen, korrodierte Bremsscheiben und kleine Elektroniklaunen. Eine gesunde Facelift-DB9 muss dagegen geschmeidig, spurtreu und thermisch unauffällig auftreten.