Mit der `DB9` begann 2004 die moderne Gaydon-Ära von Aston Martin. Die geklebte Aluminium-`VH`-Plattform, das klarere Design und vor allem der frei atmende `6.0 V12` machten aus ihr mehr als nur einen DB7-Nachfolger. Gegenüber einer Porsche 911 steht sie für eine andere Idee von Tempo: weniger kompakt, weniger nervös, dafür deutlich majestätischer und stärker auf das schnelle Reisen ausgelegt.
Die DB9 ist keine verkleidete Supercar, sondern eine sehr reife GT, je nach Markt mit Handschalter oder `Touchtronic`. Das Fahrwerk setzt auf Balance und Souveränität statt auf Aggression, was der ersten DB9 heute einen sehr analogen Reiz gibt. Genau deshalb darf man sich vom Design nicht blenden lassen: Eine schöne DB9 mit schwacher Technik fühlt sich sofort schwerer und teurer an als sie aussieht.