Der erste Acura RDX startet 2007 mit einem für das Segment ungewöhnlichen Konzept: 2,3-Liter-Turbovierzylinder K23A1 mit 240 PS und serienmäßigem SH-AWD. Neben einem BMW X3 E83 wirkt er weniger prestigeorientiert und deutlich eigenständiger. Genau dieses etwas untypische Technikpaket macht den Reiz des RDX I bis heute aus.
Im guten Zustand fährt sich der RDX I erstaunlich stimmig. Der Turbo bringt früh Drehmoment, der SH-AWD macht das Auto beweglicher als viele kompakte Premium-SUV seiner Zeit, und die 5-Gang-Automatik passt besser zum Auto, als es ihr Datenblatt vermuten lässt. Man muss ihn nicht lieben, aber man kann seinen Pflegezustand auf der Probefahrt relativ schnell lesen.
Wartungsseitig dreht sich fast alles um Fluide und Temperaturhaushalt. Der K23A1 verlangt synthetisches 5W-30 nach Acura-HTO-06, die 5-Gang-Automatik will sauberes ATF-Z1, und das Hinterachsdifferenzial braucht bei Gebirge oder Zugbetrieb frühere Wechsel. Vernachlässigte Autos verraten sich eher über unsauberen Lastaufbau, Ölverbrauch, ruppige Schaltvorgänge und ein Hinterachssystem, das nicht mehr leise arbeitet.