Der ID. Concept ist kein Gebrauchter im normalen Sinn, sondern allenfalls ein Vorserien- oder Ausstellungsfahrzeug mit Sammlerwert. Deshalb beginnt jede serioese Beurteilung nicht beim Fahrgefuehl, sondern bei Dokumentation, Lagerung, Supportfaehigkeit und der Frage, wie belastbar die technische Begleitung heute ueberhaupt noch ist. Ohne diese Basis ist jedes Interesse vor allem emotional.
Die 60-kWh-Technik ist historisch spannend, aber genau deshalb risikoreich. Ein Konzeptfahrzeug kann bei Ladehardware, Softwarestand, 12-Volt-System, Kalibrierung und Einmalteilen weit ausserhalb jeder Serienlogik stehen. Was bei einem normalen ID.-Modell ein Werkstatttermin waere, kann hier schnell ein Standproblem ohne klare Loesung werden.
Ein guter ID. Concept braucht also ein fast museales Niveau an Klarheit: saubere Herkunft, kontrollierte Standzeiten, elektrische Funktionsfaehigkeit und keine offenen Fragen bei spezifischen Bauteilen. Wenn Teilelage, Software oder Dokumentation nur auf Zuruf existieren, ist das kein wartungsarmes Prestigeobjekt, sondern ein komplexes Technikprojekt.