Das Facelift fühlt sich erwachsener an als die ersten ID.3, doch gekauft wird es nach wie vor nicht über Oberflächen. Auch diese Phase muss über Schnellladen, 12-Volt-Stabilität, Softwareruhe und das konkrete Nutzungsprofil gelesen werden. Ein jüngeres Baujahr macht aus einem schlecht betreuten Elektroauto noch lange kein entspanntes Auto.
Die Bandbreite reicht hier von 55 kWh bis zur GTX mit 84 kWh. Die ruhigeren Versionen können sehr stimmig sein, wenn sie passend genutzt wurden und sauber laden. Die GTX-Modelle machen mehr her, verlangen aber auch mehr Aufmerksamkeit bei Reifen, Bremsen, Temperaturhaushalt und Verbrauch. Entscheidend ist deshalb nicht die stärkste Variante, sondern die glaubwürdigig gepflegte.
Eine gute Facelift-ID.3 wirkt unaufgeregt: keine diskussionsfreudige Elektronik, kein seltsames Ladeverhalten, kein überraschend teures Reifenbild. Wenn ein so junges Auto auf genau diesen Punkten schon unruhig ist, sollte man nicht auf Produktpflege hoffen. Dann stimmt die konkrete Geschichte des Wagens nicht.