Mit dem Caddy V ist Volkswagen endgueltig vom rein funktionalen Kasten weg in Richtung modernes Multifunktionsfahrzeug gegangen. MQB, grosse Displays, Assistenten, feinere Fahrwerksabstimmung und deutlich mehr Alltagskomfort machen ihn fuer viele Nutzer attraktiver als frueher. Gleichzeitig muss man ihn heute eher wie einen digitalen Van mit Nutzwagenauftrag lesen als wie einen blossen Nachfolger des alten Arbeits-Caddy.
Im Alltag tragen vor allem die 2.0 TDI EA288 evo das Modell, dazu kommen 1.5 TSI, je nach Markt TGI und eHybrid. Damit wachsen aber auch die Anforderungen: Softwarestand, ADAS, 12-Volt-Batterie, DSG, AdBlue und das echte Fahrprofil muessen zusammenpassen. Ein moderner Caddy ist nicht automatisch problemlos, nur weil er noch jung ist.
Beim Kauf sollten daher nicht Ausstattung oder Touchscreen beeindrucken, sondern Ruhe im System. Keine wandernden Fehlermeldungen, keine komischen Display-Aussetzer, kein nervoeses Rangieren, keine fragwuerdigen Kampagnenluecken und ein Unterboden, der zum Einsatz passt. Wenn genau diese Basis fehlt, kostet ein junger Caddy vor allem Zeit und Nerven.