Der späte Micra `K11` von `1998-2002` gehört zu den Kleinwagen, die mit wenig Technik sehr lange funktionieren können. Aus Sunderland kommend und für gute Zuverlässigkeit bekannt, tritt er gegen Renault Clio, Peugeot 106 oder Toyota Yaris an, bleibt aber einfacher und leichter. Für Besitzer einer Micra K11 zählen deshalb keine sportlichen Ambitionen, sondern eine gesunde Karosserie, stabile Temperatur, sauberer Leerlauf und spielfreie Achsen. Eine gepflegte K11 kann sehr hohe Laufleistungen erreichen; eine durchgerostete K11 verliert schnell jede wirtschaftliche Basis.
Die wichtigsten Motoren sind `CG10DE` 1.0 und `CG13DE` 1.3, beide mit Steuerkette. Das spart den Zahnriemen, ersetzt aber keine Wartung. Besitzerquellen nennen Drosselklappenprobleme, unruhigen Leerlauf, Absterben warm, Startprobleme, spröde Ausgleichsbehälter und Kühlmittelverluste. Öl, Kerzen, Zündung, Drosselklappe, Schläuche, Thermostat, Kühler und Kühlmittelstand gehören daher in jede Jahreskontrolle. Automatik- und `N-CVT`-Versionen brauchen mehr Aufmerksamkeit als Schaltwagen: Schlupf, Ruckeln, Warnleuchte oder Steuerungsfehler müssen früh geprüft werden.