Die zweite `Freed`, vorgestellt `2016`, versucht nicht, ein großer Van im Kleinformat zu sein. Honda denkt sie als japanischen Mini-MPV mit kurzem Wendekreis, niedrigem Boden und echter Bewegungsfreiheit zwischen den Vordersitzen. Ziel ist nicht Prestige, sondern ein Auto, das Schule, Einkauf, enge Parkhäuser und Wochenendstart in enger Umgebung möglichst leicht macht.
Unter diesem Schlüssel steht vor allem der `1.5 L15B` mit `CVT`, meist die alltagstauglichere Wahl gegenüber dem parallel angebotenen Hybrid `i-DCD`. Gegen einen Toyota Sienta setzt die `Freed` auf die natürlichere Honda-Bedienlogik, gegen einen Honda Stepwgn auf echtes Stadtformat statt mehr Außenmass. Ihr Wert liegt weniger in Daten als in täglicher Nutzbarkeit.
Gebraucht muss man die `Freed II` wie ein Familienwerkzeug lesen. Eine gute `Freed` rangiert ohne Gummibandgefühl in der `CVT`, schließt ihre Schiebetüren wiederholt ohne Widerstand, bremst sauber und hat bei den frühen Produktionsautos eine klare Akte zu den ersten Rückrufen. Das ist kein kompliziertes Auto, aber eins, an dem harter Alltag Verschleiß sehr schnell sichtbar macht.