Der `Scudo` kehrt 2021 als moderner kompakter Transporter auf Stellantis-Basis zurück. Gerade das macht ihn gebraucht interessant: vernünftige Außenmaße, alltagstaugliche Ladefähigkeit und früh auch als Elektroversion erhältlich. Gleichzeitig muss man bei dieser Generation stärker als früher nach Einsatzprofil kaufen, nicht nach Baujahr oder Marketingversprechen.
Technisch fühlt er sich näher an einem Opel Vivaro oder vergleichbaren PSA/Stellantis-Mid-Vans an als an älteren Fiat-Transportern. Die `1.5`- und `2.0`-Diesel sind für regelmäßige Strecken plausibel, während der `e-Scudo` nur mit sauberer Ladehistorie und passenden Touren wirklich überzeugt. Der falsche Antrieb kostet hier mehr Geld als ein etwas höherer Kilometerstand.
Ein guter `Scudo` startet sauber, bleibt auch teilbeladen stabil und zeigt weder diffuse Batteriemeldungen noch hektische Abgasfehler. Vor dem Kauf müssen deshalb Schiebetüren, Fahrwerk, Bremsen und reale Ladefähigkeit mitgeprüft werden. Auf diesem Segment altern Fahrzeuge mit sauberem Flottenservice ordentlich, aber sehr schnell schlecht, wenn sie nur kosmetisch aufbereitet wurden.