Die `Grande Punto` markiert 2005 den grossen gestalterischen Neustart von Fiat: breiter, markanter und deutlich erwachsener als die Vorgängerin. Genau deshalb ist sie gebraucht bis heute interessant. Sie bietet viel Auto fuers Geld, wirkt nicht banal und kann je nach Motor vom einfachen Alltagswagen bis zur kleinen Sportvariante reichen. Der Unterschied liegt wie so oft im Pflegezustand.
Im Marktbild steht sie neben einer Volkswagen Polo oder einer `Opel Corsa D`, wirkt aber oft emotionaler. Die `T-Jet`-Versionen bringen echten Reiz, wenn Zahnriemen und Oelservice ernst genommen wurden. Der `1.3 Multijet` bleibt fuer laengere Strecken sinnvoll, waehrend einfache `1.4`-Sauger eher als guenstige Stadt- und Pendelautos ueberzeugen.
Vor dem Kauf muessen Vorderachse, Kaltlauf, moegliche Elektrik-Nebenfehler und die Wartungslogik des Motors zusammen gelesen werden. Gute `Grande Punto` fahren sauber, bleiben vorne ruhig und wirken nicht verbraucht. Schlechte Exemplare verraten sich ueber laute Radlager, zugesetzte Drosselklappen, vernachlaessigte Turbos oder eine Dieseltechnik, die nicht zum Fahrprofil passt.