Die zwischen 2005 und 2010 verkaufte `Fiat 600` ist keine kleine `500`, sondern die spaete Fortsetzung der `Seicento`-Idee unter historischem Namen. Genau darin liegt heute ihr Reiz: minimale Aussenmasse, einfache Technik und sehr niedrige laufende Kosten, solange man keine moderne Sicherheits- oder Komforterwartung mitbringt. Gegenueber einem Citroen C1 wirkt sie alt, bleibt aber mechanisch deutlich simpler.
Im Zentrum steht der kleine `1.1 8V`, der Stadtverkehr gut verkraftet, wenn Kuehlung, Zuendung und Basispflege stimmen. Die geringe Masse hilft zudem Kupplung, Reifen und Bremsen, sofern das Auto nicht jahrelang mit Minimalbudget gefahren wurde. Auf dieser Generation zaehlt nicht technische Raffinesse, sondern ob die einfache Basis ehrlich erhalten blieb.
Vor dem Kauf muessen deshalb Kaltstart, Leerlauf, Temperaturhaushalt, Schaltgefuehl und Rostlage zusammen gelesen werden. Eine gute `600` springt sofort an, laeuft sauber und bremst gerade. Eine schlechte verraet sich schnell durch thermische Nachlaessigkeit, ausgelaugte Bedienelemente und Korrosion an Stellen, an denen die Reparatur teurer wird als das Auto selbst.