Die `SA Aperta` übernimmt die DNA der `599`, bringt aber eine völlig andere Seltenheit und Nutzungslogik mit. Sie ist kein Ferrari-Cabrio für den Alltag, sondern ein fahrbares Sammlerstück, das auf Authentizität, Zustand und schlüssige Nutzung gekauft wird. Gegenüber einer Aston Martin DB12 Volante wirkt sie ungleich spezieller und damit auch deutlich anspruchsvoller in der Prüfung.
Der `V12`, das `F1`-Getriebe und die Bremsen bleiben zentral, doch die `SA Aperta` bringt ein Verdeck, Dichtungen und versionsspezifische Teile mit, deren Zustand schwer wiegt. Viele Autos werden sehr wenig bewegt, teilweise zu wenig, mit allen Folgen für Bordspannung, Flüssigkeiten, Dichtungen und unsichtbare Kleindefekte, die auf einem nur ausgestellten Exemplar leicht übersehen werden.
Auf der Probefahrt muss das Auto solide, schlüssig und frei von Vibrationen oder Fehlermeldungen bleiben. Gleichzeitig ist die Vollständigkeit aller versionsspezifischen Teile zu prüfen. Bei einer so seltenen Ferrari kann schon ein fehlendes Teil, ein müdes Verdeck oder eine zu vage Historie aus einem begehrenswerten Auto einen fragwürdigen Kauf machen.