Das Facelift ändert weniger die reine Technik als den gesamten Eindruck. Mehr Ruhe im Fahrwerk, ein deutlich aufgeräumteres Interieur und klarere Benziner machen den Avenger endlich näher an einer alltagstauglichen Mittelklasse-Limousine, eher in Richtung Peugeot 508 oder nordamerikanischem Mietwagenformat. Trotzdem bleibt er ein Auto, das auf Wartungsqualität sensibler reagiert als auf Marktwert oder optischen Eindruck.
In der Praxis drehen sich die meisten interessanten Fahrzeuge um den 2.4 World und den 3.6 Pentastar. Der 2.4 verlangt saubere Ansaugung, ruhigen Leerlauf und ein plausibles Kaltstartverhalten. Der 3.6 bringt deutlich mehr Laufkultur, verlangt dafür aber einen genauen Blick auf Kühlung und den bekannten Ölfilter-/Ölkühlerblock im Motor-V. Auch die Automatik entscheidet hier mit, ob der Wagen souverän oder nur träge wirkt.