Im Jahr 2008 präsentierte Citroën einen komplett neu gezeichneten Berlingo: moderner, komfortabler und ohne seine nutzwertige DNA zu verleugnen. Er teilt sich die Plattform mit dem Peugeot Partner II und tritt als direkter Konkurrent gegen den Renault Kangoo II an. Der Berlingo II markiert einen Wendepunkt, da sein Innenraum erstmals das Niveau zeitgenössischer Pkw erreicht.
Die Motorenpalette stützt sich auf die 1.6 HDi-Diesel mit 75 und 90 PS (robust und sparsam) sowie die Benziner 1.4 VTi und 1.6 VTi. Das Facelift von 2012 brachte den saubereren 1.6 BlueHDi mit 75 PS ins Spiel. Das automatisierte Schaltgetriebe EGS6 war zwar verfügbar, gilt aber als anfällig und teuer in der Reparatur – hier ist zwingend das manuelle Schaltgetriebe vorzuziehen.
Der Rußpartikelfilter (FAP) ist der Wachsamkeitspunkt Nummer eins bei den HDi-Dieseln, insbesondere bei reinem Stadtverkehr, der die aktive Regeneration verhindert. Die Wechselintervalle des Zahnriemensatzes müssen penibel eingehalten werden. Auch die vorderen Querlenker und deren Gummilager verdienen beim Gebrauchtkauf einen sehr genauen Blick.