Der `Metro Sedan` übernimmt die einfache Technik der kleinen `Metro`-Schrägheckversion, setzt aber auf einen abgetrennten Kofferraum und etwas mehr klassische Familienoptik. Gerade in manchen lateinamerikanischen Märkten machte ihn das als günstiges Alltags- oder Dienstfahrzeug plausibler. Technisch bleibt er sehr schlicht, was gut ist, solange die Basis nicht vernachlässigt wurde.
Im Kern dreht sich alles um den `1.3 LSi` mit `79 PS`. Das reicht für ruhige Nutzung, mehr nicht. Im Charakter steht der Sedan näher an einer einfachen Ford Fiesta Stufenheckversion als an einer vollwertigen Kompaktlimousine. Schlecht wird der Wagen nicht durch komplizierte Technik, sondern durch übersehene Kofferraumundichtigkeiten, verschobene Zahnriemenwechsel, müde Motorlager und seltene Automatikversionen ohne klare Historie.
Beim Kauf muss man deshalb Kofferraum, Rücksitzbereich und Unterboden genauso ernst nehmen wie den Motor. Eine gute `Metro Sedan` bleibt temperaturstabil, läuft ohne übertriebene Vibrationen und zieht beim Bremsen nicht. Wenn Wasser im Heck steht, die Automatik rutscht oder die Vorderachse schon lose wirkt, ist der kleine Preis selten wirklich günstig.