Der erste `CTS` fuer das Modelljahr 2003 markiert den Punkt, an dem Cadillac den reinen US-Komfortkurs bewusst verlaesst. `Sigma`-Plattform, Heckantrieb, kantiges Design und deutlich ernsthaftere Fahrwerksabstimmung zeigen, dass diese Limousine mehr sein sollte als nur ein Nachfolger alter weicher US-Sedans. Im Anspruch sucht sie eher den Kontakt zu einem BMW 5er als zu einer beliebigen Reiselimousine, auch wenn Auftreten und Cockpit weiter klar amerikanisch bleiben.
Anfangs arbeitet der `CTS` mit dem `3.2`-V6, spaeter kommen `2.8` und `3.6` `HFV6`. Das eigentliche Statement ist aber der `CTS-V`, erst mit `LS6` `5.7`, spaeter mit `LS2` `6.0` und `Tremec`-Handschaltung. Genau diese Spreizung macht den ersten `CTS` spannend: als seltene GM-Hecktriebler-Limousine fuer den Alltag und als fruehe `V`-Baureihe mit echter Motorsport-Attituede. Entsprechend wichtig sind bei normalen V6 die Steuerketten und die `5L40-E`, waehrend beim `CTS-V` zusaetzlich Kupplung, Differential und Bremsen ins Zentrum ruecken.