Das Facelift 2013 macht den `M6` optisch etwas zeitgemäßer, ändert aber nichts an seiner Grundidee. Er bleibt ein großer Familien-Van mit stark utilitaristischem Zuschnitt, viel Platz und eher funktionalem als feinem Charakter. Genau deshalb sollte man auch diese Phase nicht nach Optik, sondern nach technischem Zustand beurteilen.
Mit `2.0`- und `2.4`-Motoren bleibt der M6 Facelift ein Fahrzeug für Nutzwert statt Dynamik. Neben einem Renault Scenic wirkt er weiterhin grober abgestimmt, bietet aber ehrlichen Raumgewinn und nachvollziehbare Technik. Entscheidend sind Kühlung, Automatik und die Frage, wie gut das Fahrwerk noch mit voller Beladung zurechtkommt, denn genau dort zeigt ein gealterter Van schnell seine Schwachstellen.
Beim Kauf muss man den M6 Facelift wie einen beanspruchten Familienwagen lesen. Ein gutes Exemplar darf weder leer noch beladen übermäßig pumpen, muss sauber schalten und auch mit voller Sitzbelegung klimatisch stabil bleiben. Wenn dagegen Dämpfung, Lenkung oder Getriebe schon früh ungeordnet wirken, wird aus dem nützlichen Großraumwagen schnell ein teures Projekt.