Die `Mulsanne EWB` treibt die Idee der großen handgefertigten Bentley bis zur klassischen Repräsentationslimousine weiter. Der verlängerte Radstand kommt vor allem dem Fond zugute, mit spürbar mehr Raum, Komfort und Ruhe. Sie will keine moderne deutsche Techniklimousine kopieren, sondern eine feierlichere, schwerere und viel stärker von Crewe geprägte Vorstellung von Luxus bieten.
Eine sehr teure Mercedes-Benz Classe S wirkt digitaler, die Mulsanne EWB dagegen handwerklicher und zeremonieller. Ihr alter `6.75`-`V8`, die `ZF 8` und das Fahrwerk müssen aber trotzdem mit der Präzision eines modernen Spitzenautos funktionieren, sonst bricht die ganze Illusion schnell zusammen. Bei so einem Auto zählt die Fondausstattung fast genauso viel wie die Mechanik.
Beim Kauf sollte man deshalb Fahrerplatz und Fond gleich ernst nehmen. Eine gesunde EWB bleibt extrem gelassen, ohne Möbelgeräusche, ohne fahrwerksbedingtes Stoßen und ohne jede Trägheit im Antrieb. Werden Sitze, Fondmodule, Bremsen oder Fahrwerk über Jahre nur mitgeschleppt, wird die Rückführung auf das richtige Niveau schnell sehr teuer.