Die `DBS Superleggera Volante` gehört zu den Cabrios, die man zuerst über pure Wirkung wahrnimmt: `725 PS`, Biturbo-`V12`, Stoffverdeck und eine enorme Aston-Präsenz. Sie will keine kompakte Präzisionsmaschine sein, sondern ein großes, sehr schnelles offenes GT-Statement. Gegenüber einem Porsche 911 Cabriolet lebt sie viel stärker von Drehmoment, Größe und der theatralischen offenen Inszenierung.
Trotz des Formats bleibt sie erstaunlich fahrbar, wenn Chassis, Verdeck und Hinterachse auf Linie sind. Genau da liegt aber die Schwierigkeit: Die Volante kombiniert die hohe Last des `AM52`-Biturbo-`V12` mit zusätzlichen Themen bei Steifigkeit, Dichtheit und Dachmechanik. Das macht sie wartungsseitig anspruchsvoller als das Coupé, nicht weniger.
Ein gutes Exemplar muss das Dach sauber und schnell bedienen, bei voller Warmfahrt thermisch ruhig bleiben und selbst unter Last nicht diffus werden. Wasser im Innen- oder Kofferraum, Batterieprobleme, Hinterachs-Unruhe oder ein `ZF8`-Getriebe, das warm zäh reagiert, sind hier keine Bagatellen. Bei dieser Volante kosten kleine Versäumnisse sehr schnell großes Geld.