Die erste Saber 1995-1998 ist keine beliebige vergessene Japan-Limousine. Zwischen einer konventionelleren Volkswagen Passat und einer europaischer wirkenden Renault Laguna setzt sie auf Hardtop-Karosserie, Frontantrieb und einen lang eingebauten 2,0- bis 2,5-Liter-Funfzylinder. Genau diese technische Eigenart macht sie heute interessant.
Honda stellte 1995 gerade diesen 2,0- bis 2,5-Liter-Funfzylinder, die Laufkultur und den Aufwand rund um Kuhlung, Lagerung und Steifigkeit heraus. Heute zahlt nicht mehr die Datenblatt-Noblesse, sondern die Pflegequalitat: Zahnriemen, stabile Temperatur, gesunder Vorderwagen und ein sauber arbeitendes Einspritzsystem. Auf fruhen Saber sollte man zudem den Honda-Ruckruf von 1999 zu bestimmten unteren vorderen Traggelenken im Kopf behalten.
Beim Kauf sucht man also ein Auto, das noch gerade, leise und in sich stimmig wirkt, nicht bloss eine rare Limousine mit alten Fluiden, trager Automatik oder muadem Vorderwagen. Ein guter Saber I bleibt eine sehr angenehme grosse Frontantriebs-Limousine aus Japan. Ein schlechter wird schnell zu einem Paket aus Kuhlung, Fahrwerk, Zahnriemen und altersbedingten Kleinteilen.