Ende der `1990er` wirkt der erste `HR-V` fast unklassifizierbar. Honda leitet ihn vom `J-WJ`-Gedanken ab und mischt SUV-Haltung, Coupe-Proportionen und Kleinwagen-Handlichkeit zu etwas, das spaeter als Crossover normal werden sollte. Mit kurzer Karosserie, leicht erhoehter Sitzposition und eher freizeitigem als gelaendehartem Ton erfindet der `HR-V` sein eigenes kleines Segment vorweg.
Die Baureihe lebt von `1.6`-`D-series`-Motoren mit `105` oder `124 PS`, Frontantrieb oder `Real Time 4WD`, Handschalter oder `CVT` je nach Version. Gegen einen Toyota RAV4 oder Suzuki Vitara fuehlt sich der erste `HR-V` weniger wie ein kleiner Geländewagen an als wie eine hoeher gelegte Kompakte fuer Stadt, Freizeit und Leute, die keinen normalen Fuenftuerer wollten.
Heute entscheidet nicht das Konzept, sondern Zustand und Pflege. Ein gutes Auto schaltet ohne Schlagen, brummt hinten im Vollanschlag nicht, ist unten trocken und rostarm und hat stimmige Tueren und Klappen. Der `HR-V GH` bleibt sympathisch, wenn er wie ein echter Honda gewartet wurde; schlecht betreut wird er schnell zum teuren Retro-Crossover.