Ab 2003 ist die Crown Victoria die schlüssigste Ausbaustufe der Panther-Plattform: etwas sauberer im Fahrgefühl, weniger archaisch im Auftritt, aber immer noch eine große Hecktriebler-Limousine mit Leiterrahmen-Logik und V8. Gegenüber einer Mercedes-Benz E-Klasse wirkt sie grob und altmodisch, dafür aber mechanisch sehr klar lesbar. Genau das macht sie für Kenner interessant.
Im Mittelpunkt bleibt der `4.6 Modular V8` mit der `4R70W` und späteren Ableitungen, vor allem aber der riesige Unterschied zwischen einer gepflegten Privat-Limousine und einem früheren Police- oder Taxi-Fahrzeug. Die besten Autos wirken beinahe unzerstörbar. Die schlechten verbergen unzählige Leerlaufstunden, Vorderachs-Treffer, minimale Getriebepflege und schlecht entfernte Zusatzelektrik.
Vor dem Kauf müssen Kühlsystem, Automatik im warmen Zustand, Hinterachse, Vorderachse, Kabelsätze und bei `2003-2005` auch die Historie des Lighting Control Module Rückrufs zusammenpassen. Eine gesunde Facelift-Crown-Victoria altert sehr gelassen. Eine müde Ex-Flotte verrät sich schnell durch diffuse Lenkung, Lichtprobleme, ausgeschlagene Vorderachse und einen Innenraum, der weit mehr über das Vorleben erzählt als der Kilometerstand.