Die `550 Barchetta` ist keine einfach geöffnete `550 Maranello`, sondern eine limitierte Hommage mit eigenem Konzept und klarer Sammlerlogik. Gegenüber einem offenen Aston Martin DBS wirkt sie in Idee und Nutzung deutlich radikaler. Schon deshalb verschiebt sich die Kaufprüfung sofort auf Originalität, Vollständigkeit und den Zustand der spezifischen Teile.
Der `5,5-Liter`-`V12` und das Transaxle-Layout bleiben zentral, aber die `Barchetta` bringt ein Notverdeck, spezielle Karosserieteile und eine viel stärkere Abhängigkeit von korrekten Details mit. Viele Autos fahren sehr wenig. Das macht klare Akten wertvoll und scheinbar perfekte, aber lange stehende Exemplare riskanter. Nicht die sichtbare Karosserie ist das Hauptthema, sondern alles, was kaum noch gearbeitet hat.
Auf der Probefahrt muss die `Barchetta` gesund, homogen und bei Kupplung wie Temperatur sehr sauber wirken. Dazu gehören Dichtungen, Verdeckbefestigungen und das Fehlen improvisierter Lösungen an den modellspezifischen Teilen. Eine `550 Barchetta` wird meist dann teuer, wenn sie perfekt aussieht, aber mechanisch zu lange nicht mehr normal bewegt wurde.