Die `360 Modena` markiert bei Ferrari einen wichtigen Bruch mit Aluminiumchassis, kultivierterem `V8` und deutlich alltagstauglicherem Gesamtpaket als die Generation davor. Wer auch eine Porsche 911 derselben Zeit ansieht, bekommt hier mehr Exotik, aber auch eine staerkere Abhaengigkeit vom Koennen des Spezialisten, der das Auto gepflegt hat.
Das Thema ist nicht nur der Motor, sondern das Zusammenspiel aus Schalt- oder `F1`-Getriebe, Kuehlung, Abgasanlage und dem echten Standprofil. Eine zu selten bewegte `360` kann klebrige Bedienungen, muede Nebenaggregate und ein traeges Warmverhalten zeigen. Ein hoeher gelaufenes, aber wirklich von Kennern betreutes Auto ist oft die bessere Wahl.
Auf der Probefahrt muss die `Modena` lebendig bleiben, sauber im Leerlauf stehen und sehr ordentlich Temperatur aufbauen. Eine `F1` darf nicht brutal schlagen, eine Handschaltung kalt nicht unplausibel haken, und der Motor darf nach der Fahrt weder nach Kraftstoff noch nach verbranntem Oel riechen. Bei dieser Ferrari ist das Wartungsdossier fast so wichtig wie das Auto selbst.