Das Facelift macht den Journey optisch und fahrdynamisch deutlich ernsthafter, sodass er als Familienauto eher gegen einen Peugeot 5008 antreten kann als die fruehe Version. Trotzdem bleibt er ein Auto, das man nur ueber den technischen Zustand kaufen sollte. Zwischen einem mueden Stadt-2.4 und einem sauber gepflegten 3.6 V6 liegen Welten.
Der 2.4 ist die rationale Basis, verzeiht aber aufgeschobene Wartung und viel Kurzstrecke schlecht. Der 3.6 Pentastar bringt endlich den passenden Antrieb, hat dafuer aber seine bekannten Themen am Oelfilter-/Oelkuehlergehaeuse und beim Kuehlhaushalt. Die Automatik muss immer warm bewertet werden, nicht nur auf den ersten Metern.
Ein guter Journey Facelift faehrt unauffaellig: kein Vorderachs-Klappern, kein rauer Leerlauf in D und keine steigende Temperatur im Stop-and-go. Wenn der Vorderwagen schwimmt oder schon Oelgeruch aus dem V6-Bereich kommt, wird aus dem guenstigen Kauf schnell ein klares Reparaturprojekt. Deshalb muss die Probefahrt lang genug sein, um den echten Alltag zu zeigen.