Der Sirion M1 gehoert zu den eigenwilligeren Daihatsu seiner Zeit: kurzer, hoher Kleinwagen mit 1.0- und 1.3-Benzinern, dazu seltene X4- und 4WD-Varianten. Je nach Ausfuehrung kann er wie eine einfache Alternative zu einem Toyota Yaris wirken oder wie ein deutlich spezielleres japanisches Nischenmodell. Genau diese Bandbreite macht die Baureihe interessant, aber auch kaufkritisch.
Man darf den M1 deshalb nie blind kaufen. Zwischen 1.0 mit Automatik, 1.3 in sportlicherer Abstimmung und Allradversionen unterscheiden sich Wartungsbedarf und Risikoprofil deutlich. Auf dieser Generation muessen Motortyp, Antriebskonfiguration und Reifenabstimmung sauber zusammenpassen. Der Motor sollte kalt stabil laufen, unter Last sauber ziehen und in den 4WD-Versionen darf der Antrieb bei Rangiermanoevern nicht verspannen.
Ein guter M1 ist bis ins Detail schluessig: vier passende Reifen auf 4WD-Modellen, Automatik ohne Schlupf, korrekter Motorkennbuchstabe und ein Fahrwerk ohne Nebengeraeusche. Dann bleibt der Sirion ein sympathischer, leichter Daihatsu. Bei falscher Konfiguration oder unsauberer Historie steigt das Risiko dagegen schnell ueberproportional an.