Der geschlossene Korando KJ liest sich wie ein echter kleiner Gelaendewagen alter Schule, mit grosser technischer Spreizung zwischen 2.3- oder 3.2-Benziner und 2.9-Diesel. Im Gebrauch erinnert er eher an einen rustikalen, schweren Toyota RAV4 als an einen spaeteren weichgespuelten SUV. Genau deshalb muss man hier zuerst den mechanischen Zustand und nicht die Karosserieoptik sortieren.
Auf dieser Generation entscheidet die Antriebskette alles. Der 3.2-Benziner verzeiht einen vernachlaessigten Kuehlkreislauf schlecht, der 2.9-Diesel zeigt Einlass-, Luft- oder Einspritzprobleme schon frueh im Kaltlauf, und die Automatik hat keinerlei Reserve, um mangelnden Service zu kaschieren. Dazu kommt ein echter 4x4-Antrieb mit Verteilergetriebe, der nur mit passenden Reifen und sauberer Wartung ueberzeugt.
Bei der Probefahrt muss ein guter Korando sauber anziehen, beim Lastwegnehmen ruhig bleiben und in engem Einschlag nicht knurren oder spannen. Reifenpaarung, Rauchbild und Temperaturstabilitaet gehoeren immer mit dazu. Eine gute Karosserie ohne klaren mechanischen Unterbau hilft bei diesem Fahrzeug kaum weiter.