Die zweite `Volt` schärft das Konzept der ersten deutlich nach. Mehr elektrische Reichweite, ein unauffaelliger arbeitender `1.5`-Range-Extender und ein insgesamt stimmigerer Alltagseindruck machen sie zu einer der ernsthafteren elektrifizierten Loesungen ihrer Zeit. Gedanklich steht sie naeher an einem Kia Niro Plug-in als an einem gewoehnlichen Benzinkompakten.
Chevrolet verbessert Effizienz und Fahrgefuehl, aber die `Volt II` bleibt ein Auto mit starkem Elektronikanteil. Ladeverhalten, Zustand der `12-V`-Batterie, Sauberkeit des Kuehlkreislaufs und die Art, wie der `1.5` im Generatorbetrieb wieder anlaeuft, sind wichtiger als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Das kann ein exzellenter Alltagswagen sein, wenn man ihn nicht wie ein belangloses Pendlerauto behandelt.
Vor dem Kauf sollte man eine echte Ladesitzung testen, auf das Fehlen der Meldung `Shift to Park` achten und pruefen, ob der Wechsel zwischen EV-Betrieb und Range-Extender sauber bleibt. `BECM`-Probleme oder eine schwache `12-V`-Batterie zeigen sich nicht immer im Stand, veraendern aber die Nutzung komplett. Eine gute `Volt II` vermittelt Vertrauen ueber ihre fluessige Funktion, nicht ueber einen sauberen Innenraum.