Der `Orlando II` hat mit dem früheren Europa-Orlando fast nichts mehr gemeinsam. Seit Ende `2018` ist er ein für China entwickelter Familienvan mit fünf oder sieben Sitzen, Redline-Auftritt und deutlich mehr Crossover-Inszenierung. In seiner Rolle liegt er näher an einem Opel Zafira als an einem echten SUV. Sein Reiz steckt in Platz, Ausstattung und vergleichsweise überschaubaren Einstiegspreisen.
Im Mittelpunkt steht fast immer der `530T`, also ein `1.3`-Liter-Turbobenziner mit `163 PS`. Anfangs gab es ihn mit Handschaltung oder Automatik, später kam auf vielen Versionen ein `48V`-Mildhybrid-System hinzu. Dieser Dreizylinder fährt im Alltag ordentlich an, reagiert aber empfindlich auf lange Ölintervalle, verschmutzte Ansaugung und schwache Bordspannung. Gerade DSS-Getriebe und `48V`-Technik entscheiden deshalb stark darüber, ob ein Orlando günstig bleibt oder später teuer wird.