Die zweite `Avalanche` bleibt ihrem Konzept mit kurzer Ladefläche und `Midgate` treu, steht aber bereits auf der moderneren `GMT900`-Basis. Dadurch wirkt sie leiser, komfortabler und im Alltag erwachsener als die erste Serie, ohne ihren amerikanischen Freizeit-Nutzwert zu verlieren. Wer denselben großen Luxus-Nutzfahrzeug-Mix sucht, landet gedanklich schnell beim Cadillac Escalade.
Im Mittelpunkt steht weiterhin der `5.3 V8`, jetzt je nach Version mit `AFM`-Zylinderabschaltung und teils `FlexFuel`. Daneben gibt es `6.0`-Versionen für höheren Zugbetrieb. Genau hier trennt sich ein gutes von einem teuren Auto: Die Grundmechanik ist vertraut, aber `Autoride`, Hinterachs-Niveau, Klima, Bordelektronik und die Dichtheit des `Midgate` können den Unterhalt deutlich beeinflussen.
Beim Kauf reicht ein sauber laufender V8 allein nicht. Die `Avalanche II` muss kalt und warm ordentlich schalten, im Allrad ohne Verspannungen bleiben und hinten weder absacken noch feucht sein. Schlechte Fahrzeuge wirken auf Fotos oft gepflegt, sammeln in Wirklichkeit aber Ölverbrauch, müde Dämpfer und lange vernachlässigte Transfer-Case-Servicepunkte an. Gute Exemplare sind selten, dann aber sehr vielseitig.