Mit dem Facelift wirkt der Virtus deutlich moderner und technisch ambitionierter. Er will mehr sein als nur ein verlängerter Kleinwagen: mehr Auftritt, mehr Ausstattung, mehr Straßenauto für Fahrer, die ein Stufenheck noch bewusst wollen. Gerade deshalb sollte man ihn gebraucht nicht wie eine simple, junge Standard-VW lesen. Auf dieser Generation entscheiden Motor, Softwarestand und Getriebecharakter sehr früh über die spätere Zufriedenheit.
Die 1.0 TSI bleiben für viele Nutzer die vernunftigste Variante, solange Ölwechsel, Kühlung und Kurzstreckenprofil stimmen. 1.5 TSI EVO ACT und DSG-Versionen können sehr angenehm sein, verlangen aber mehr Aufmerksamkeit bei Zylinderabschaltung, Rangierverhalten, Thermik und Wartungsdisziplin. In manchen Märkten laufen zudem 1.4 TSI-Automatikmodelle, die ebenfalls nur mit sauberem Dossier wirklich interessant sind.