Die Bora IV wirkt jünger, sauberer gezeichnet und digitaler als ihre Vorgängerin. Das darf aber nicht dazu verleiten, sie blind als unkompliziertes Spätmodell zu lesen. Gerade bei einem seltenen Importauto zählen Herkunft, genaue Marktversion und Wartungsbild mehr als das Baujahr. Ein moderner Auftritt ersetzt keinen belastbaren Unterbau.
Der 1.5 DJM ist die rationale Wahl für ruhigen Alltag. Der 1.4 280TSI mit DSG bringt mehr Reserve, verlangt dafür aber deutlich mehr Aufmerksamkeit bei Öl, Temperatur, Aufladung und Getriebedisziplin. Auf so einer jungen Phase muss außerdem die Elektrik still sein: keine Unterspannung, keine wirren Meldungen, keine halb erklärten Softwareeingriffe.
Ein guter Bora IV fährt glatt: ruhiger Kaltstart, plausibles Schalten, leiser Vorderwagen und sauberer Geradeauslauf. Wenn ein junges Auto schon nervös, schlecht repariert oder dünn dokumentiert wirkt, ist das kein kleiner Makel. Dann kauft man eher Importfolgen als eine wirklich gute kompakte Stufenheck-VW.