Der Opel Astra J, ab `2009` verkauft und bis zum Facelift `2012` in erster Form angeboten, rückt gegenüber dem Astra H spürbar nach oben: massiveres Design, wertigerer Innenraum, Delta-II-Plattform, mehr Komfort und je nach Jahr Sports Tourer oder GTC. Gegen Volkswagen Golf VI, Ford Focus III, Renault Mégane III und Peugeot 308 wirkt er erwachsener, ist aber für einen Kompakten auch schwer. Für Halter bedeutet Wartung deshalb mehr als nur Ölservice. Reifen, Bremsen, Dämpfer, M32-Schaltgetriebe, Kühlung, Turbo, DPF und Elektronik müssen zusammen betrachtet werden. Ein guter Astra J ist langstreckentauglich und leise, doch Getriebesingen, Kühlmittelverlust, fehlende Regeneration oder Motorkontrollleuchte sollten nicht weitergefahren werden. Aus kleinen Symptomen werden bei dieser Generation schnell teure Reparaturen, besonders wenn Kurzstrecke und hohes Fahrzeuggewicht zusammenkommen. Auch frühere Sparreparaturen an Kühlteilen, Kupplung oder Reifen können später Folgekosten auslösen. Eine sinnvolle Inspektion umfasst daher nicht nur den Motorraum, sondern auch Probefahrt, Schaltgefühl, Reifenbild und Bremsen nach längerer Fahrt.