Die 2016 zum 70-jährigen Ferrari-Jubiläum vorgestellte `LaFerrari Aperta` überträgt die Technik der LaFerrari auf eine extrem kleine offene Serie und behält dabei den `HY-KERS`-Antrieb sowie laut Ferrari eine der Coupe-Version vergleichbare Verwindungssteifigkeit. Gegenüber einer McLaren F1 als Sammler-Referenz zählt hier weniger der bloße Mythos als die komplette Stimmigkeit aus Konfiguration, Werksdossier und realer Fahrbereitschaft.
Technisch bleibt es beim 6,3-Liter-`V12` mit 800 PS, 120-kW-Elektromotor, 963 PS Systemleistung und 7-Gang-DCT. Auf der `Aperta` kommen jedoch die Spezifika der offenen Karosserie, des Carbon-Hardtops und des Stoffdachs hinzu, dazu das `LaFerrari Power`-Programm rund um die Hochvoltbatterie. Extrem niedrige Laufleistung beruhigt deshalb nur dann, wenn Ladeerhalt, Ferrari-Diagnosen und Wartung ohne graue Zonen dokumentiert sind.
Eine seriöse Besichtigung muss Ferrari-Historie, Dachsatz, Warmstartverhalten und das Ausbleiben hybrider Warnungen ebenso zusammenlesen wie einen möglicherweise offenen Bremsenrückruf. Danach sind 12-V-Batterie, Kühlung, Carbon-Keramik-Bremsen, Unterboden und die Vollständigkeit aller `Aperta`-spezifischen Teile gemeinsam zu prüfen. Auf so einer Rarität wiegt jedes vergessene Detail schnell schwerer als Laufleistung oder reine Optik.