Die `F50 GT` gehört weder in die Welt normaler Straßen-Ferrari noch in jene eines üblichen Sammlerfahrzeugs. Sie wurde 1996 für GT1 entwickelt, vor einer eigentlichen Rennkarriere gestoppt und existiert nur in sehr kleiner Stückzahl. Gegenüber einer McLaren F1 GTR geht es deshalb nicht um Fahrfreude auf der Straße, sondern um exakte Chassisidentität, stimmige Konfiguration und die Qualität des Werk- oder Spezialistendossiers.
Schon das technische Paket zeigt, wie streng die Prüfung sein muss. Die `F50 GT` bekam einen auf rund 750 PS gebrachten Saug-`V12`, ein sequentielles 6-Gang-Getriebe, stark erleichterte Karosserie und spezifische Aerodynamik. Auf so einem Auto müssen Carbonstruktur, Kühlung, Kraftstoffsystem, Renngetriebe und seltene Karosserieteile gemeinsam gelesen werden. Nach langen Stand- oder Ausstellungsphasen darf hier nichts als selbstverständlich gelten.