Die `California T` legt gegenüber der ersten `California` bei Drehmoment und Alltagssouveränität klar zu, bleibt aber eine komplexe offene `GT` mit viel teurer Technik. Wer auch eine Aston Martin V8 Vantage als Cabrio ansieht, bekommt bei Ferrari die modernere Kombination aus Getriebe und Hardtop, aber keine nachlässigere Wartungstoleranz.
Mit dem Biturbo-`V8` ändert sich die Logik des Kaufs. Thermomanagement, `DCT` bei sehr niedriger Geschwindigkeit und die Kinematik des versenkbaren Dachs müssen zusammen passen. Gerade wenig bewegte Autos können schwache Servicebatterie, markierte Dichtungen und ein nicht mehr ganz sauberes Rangierverhalten gleichzeitig zeigen, obwohl sie optisch stark wirken.
Auf der Probefahrt muss die `California T` im Stadtmodus weich bleiben, danach sauber Temperatur halten und bei mehreren Zwischenspurts vollkommen gleichmäßig reagieren. Das Dach soll wie neu arbeiten. Wenn Getriebe, Elektrik oder Hardtop schon kleine Schwächen zeigen, ist die angeblich vernünftige Ferrari schnell weniger harmlos als gedacht.