Mit dem Facelift von 2019 bleibt die Sigra ihrem Grundprinzip treu, wird aber noch klarer als rationaler kleiner Familien- und Shuttle-MPV positioniert. Sie ist weniger klassische Kleinwagen-Alternative als ein kompaktes Transportwerkzeug fuer viele kurze Wege mit leichter bis mittlerer Beladung. Im Nutzungsmuster steht sie damit naeher an einem Mitsubishi Xpander als an einer normalen urbanen Limousine.
Der 1.0 bleibt die einfache Stadtmotorisierung, waehrend der 1.2 besonders mit Automatik den eigentlichen Kern der Baureihe bildet. Fahrzeuge mit viel Stop-and-go zeigen auf dieser Phase frueh die typischen Schwachstellen: verschmutzte Ansaugung, unruhigerer Leerlauf, langsamere Gangwechsel und ein Fahrwerk, das Bordsteine, Wendemanöver und Dauerbeladung nicht mehr sauber wegsteckt.
Deshalb muss man bei der Probefahrt Kaltverhalten, Bremsbalance und Vorderachse genauso ernst nehmen wie den Motorlauf. Eine gut gewartete Sigra bleibt wirtschaftlich und logisch; ein Fahrzeug mit schlagender Automatik, vibrierendem Antrieb oder unruhigem Chassis hat seinen niedrigen Einstiegspreis oft schon wieder aufgezehrt.