Der `C6` erschien 2005 als letztes echtes europaeisches Citroën-Flaggschiff. Mit konkaver Heckscheibe, `Head-up-Display` und vor allem `Hydractive 3+` knuepfte er eher an `CX` und `XM` an als an gewoehnliche obere Mittelklasse. Gegenueber der Citroën C5 war er noch staerker als komfortbetonte Reiselimousine gedacht.
Die Phase `2005-2012` ist technisch klar umrissen: `V6 3.0` Benziner, `2.2 HDi`, `2.7 V6 HDi Biturbo` und spaeter `3.0 V6 HDi`, fast immer gekoppelt an die `AM6`-Automatik von Aisin. Genau dieser Mix aus grossem Diesel, aktiver Hydraulik und dichter Elektronik macht den Reiz des Autos aus, verlangt aber beim Unterhalt deutlich mehr Disziplin als bei einfacheren Citroën-Modellen.
Ein guter `C6` ist nicht automatisch unzuverlaessig, aber extrem empfindlich gegen Wartungsstau. Die `Hydractive 3+` funktioniert gut, solange `LDS`, Hoehenkorrektoren und Leitungen dicht bleiben. Der eigentliche Risikobereich sind die `V6 HDi` mit Kuehlung, `EGR`, `DPF`, Turboladern und teils schwieriger Zugaenglichkeit. Dazu kommen `AM6`, `12-V`-Batterie, elektrische Parkbremse und Komfortelektronik. Ein sauberer `C6` ist grossartig; ein vernachlaessigter sehr teuer.