Einen PT Cruiser zum Cabrio zu machen war fast schon ein Marketing-Experiment - und genau das macht sein heutiges Interesse aus. Das Modell konkurriert nicht mit einem leichten Roadster, sondern bietet eine entspanntere, auffälligere Variante des kompakten Cabriolets. Der stimmigste Vergleich ist der Volkswagen Eos, auch wenn der Chrysler stärker auf Style als auf Fahrdynamik setzt.
Die Cabrio-Version behält die hohe Silhouette und den Neo-Retro-Charakter des PT Cruiser bei, fügt aber reale Einschränkungen hinzu: Karosseriesteifigkeit, Verdeck-Alterung, Feuchtigkeitseintritt und Unterhaltskosten, die in keinem Verhältnis zum Restwert stehen. Turbo-Versionen verschieben diese Spannung noch weiter: interessant zu fahren, aber anspruchsvoll in der Pflege.
Einen guten PT Cruiser Cabrio kauft man nicht nach Fotos. Dichtungen, Wasserablaufrohre, Verdeckmechanik und Motorzustand müssen am Fahrzeug geprüft werden. Der 2.4 Turbo bringt den Charakter, den die ruhigeren Versionen vermissen lassen, verlangt aber strikte Wartungsdisziplin. Wie so oft bei Chrysler dieser Ära sagt die Wartungshistorie mehr über den Wert des Fahrzeugs als jeder Ausstattungskatalog.