Der Cirrus Coupe ist kein typischer Chrysler: Seine Plattform stammt von Mitsubishi, sein Charakter erinnert eher an eine Mitsubishi Eclipse als an eine amerikanische Limousine. Unter dem braven Namen verbirgt sich ein kompaktes Coupe mit japanischer Architektur, verhaeltnismaessig sportlicher Ausrichtung und einer Einfachheit, die ihm heute zugutekommt.
Der 2.0 mit 16 Ventilen (Code `A588`) ist kein Leistungswunder, aber bei regelmaessigem Service ein zuverlaessiges Aggregat. Der Cirrus Coupe mag keine vernachlaessigte Automatik, keine ausgeleierten Fahrwerkslager und keine uebersprungenen Inspektionen. Als kompaktes Coupe mit begrenzter Marktdurchdringung in Deutschland ist er heute eine echte Kuriositat.
Bei der Besichtigung zaehlt strukturelle Sauberkeit: kein Rost an Schwellern oder Unterboden, kein Knarz auf schlechtem Untergrund, sauberer Kaltlauf und eine Automatik ohne Zogern. Der Cirrus Coupe belohnt methodische Kaeufer; wer nur den ungewoehnlichen Namen kauft, riskiert ein Fahrzeug mit summierten Kleinschaden aus Jahrzehnten begrenzter Ersatzteilverfuegbarkeit.